Published 10 years ago in HipHop (german)

OgDoK Cero & Sharyn - Keine Vergebung mehr (R.I.P. Cavit)

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Und wieder ein Bruder der von uns gegangen ist... Warum mußte es soweit komm? Wann hört dieser sinnlose Krieg endlich auf? Wieviele müßen noch ihr Leben auf der Straße geben? Die Zahl der Gewalttaten mit Messern nimmt in Berlin zu. 2008 registierte die Polizei 2470 solcher Angriffe, 582 wurden von Kindern und Jugendlichen begangen. In Ausländergangs gelten Attacken mit dem Messer als Mutprobe. Auch Unbeteiligte können so Opfer von Angriffen werden. Grüne und CDU fordern nun entschlosseneres Vorgehen gegen Stichwaffen. Die letzte tödliche Messerattacke in Berlin liegt ein halbes Jahr zurück. Der 21-jährige Nico W. stritt sich am 12. November des vergangenen Jahres mit einem 22-Jährigen in einem Bus der Linie 124. Es ging um 20 Euro. W. erstach seinen 22-jährigen Widersacher mit einem Klappmesser. Bei einen Überfall auf einen Zeitungskiosk in der Bugenhagenstraße (Moabit) am frühen Samstagmorgen wurde der 66-jährige Inhaber Eberhard K. durch einen Messerstich in den Bauch schwer verletzt. Zwei Täter konnten vom Tatort unerkannt flüchten. Ob die Männer etwas erbeuten konnten, ist zurzeit noch unklar: Die Kioskkasse war kurz nach Ladenöffnung noch leer. Der schwerverletzte Ladenbesitzer kam nach notärztlicher Behandlung vor Ort ins Virchow Klinikum Wedding. In der Sonnenallee (Neukölln) bekam ein Jugendlicher (18) gegen 24 Uhr ein Messer in den Hintern gerammt, als er sich in einer Grünanlage erleichtern wollte. In der Simplonstraße (Friedrichshain) wurde Freitagabend gegen 19 Uhr ein junger Mann (26) ausgeraubt und niedergestochen. In allen Fällen sind die Täter flüchtig. Ein Streit über einen Klingelstreich hat für einen Jugendlichen in Berlin mit einer Stichwunde geendet. Der Junge hatte mit mehreren Freunden wiederholt an der Haustür eines Wohnhauses im Burscheider Weg im Stadtteil Haselhorst geklingelt. Zudem warfen sie mehrere Schneebälle an die Fenster. Als die 55-jährige Wohnungsmieterin den Jugendlichen daraufhin zur Rede stellen wollte, kam es zu einem Wortgefecht, das in einer Rangelei mündete. Der Sohn der Frau holte daraufhin ein Küchenmesser aus der Wohnung und versetzte dem 15-Jährigen einen Stich in den Oberkörper. Alarmierte Polizisten nahmen den Angreifer fest. Rettungskräfte der Feuerwehr brachten den leicht verletzten Jungen in ein Krankenhaus, aus dem er nach ambulanter Behandlung entlassen wurde. Tempelhof - Ein 27-Jähriger wurde Montagabend an seiner Haustür in der Wittekindstraße von einem 18-Jährigen niedergestochen. Der Täter hatte zuvor gegen 20.20 Uhr von dem Mann Geld von einem Verkaufsgeschäft im Internet zurückverlangt. Nach einem kurzen Wortgefecht stach der Täter dem Mann plötzlich in den Oberkörper und flüchtete dann. Der Verletzte musste notoperiert werden. Der Angreifer wurde am Dienstagvormittag festgenommen und gestand die Tat. Er sollte einem Haftrichter vorgeführt werden. vie Frau Richterin, sehen Sie dieses Lachen? Sie lachen. Lassen sich von Verwandten und Freunden feiern. Sie sind (vorerst) frei! Die JVA Moabit gestern: Mehmet S. (25) und Selcuk B. (23) spazieren feixend nach Hause. Am 1. März griffen sie auf der Linie M 29 Busfahrer Serda C. (35) an. Nach schlimmen Pöbeleien im Oberdeck hatte er sie aufgefordert, auszusteigen. Selcuk B. prügelte auf ihn ein. Mehmet S. rammte ihm das Messer zehn Zentimeter tief in den Rücken. Samstagabend, halb zehn. Der Krieg der Jugend-Banden in Berlin endet an diesem Abend tödlich. Der 17-jährige Cavit H. stirbt bei einer Messerstecherei am U-Bahnhof Wittenau. Auslöser der sinnlosen Gewalt: ein harmloser Schneeball! Der Anlass für die Auseinandersetzung der Jugendgruppen war nichtig – doch plötzlich eskalierte die Gewalt. „Der Streit entzündete sich offenbar an einem Schneeballwurf auf einen Linienbus, in dem die Kontrahenten saßen“, sagt Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Nach bisherigen Ermittlungen stürmen daraufhin die Gangmitglieder aus dem Bus, schlagen einen der beiden Werfer zusammen. Dann verabredet man sich für abends an der Revier-Grenze der beiden Gangs, am U-Bahnhof Wittenau. Die Haltestelle liegt genau an der Schnittstelle zwischen ihren Revieren, die sie „TGS 27" (Tegel Süd 27) und „MV“ (Märkisches Viertel) nennen. Erst fliegen Worte, dann Fäuste. Dann fällt mindestens ein Schuss – offenbar aus einer Schreckschusspistole. Und auf einmal bricht die Hölle los! Etwa 20 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren zücken ihre Messer, gehen nun richtig aufeinander los. Fliehende Passanten rufen die Polizei, die wenige Minuten später eintrifft. Zu spät für Cavit H. (17): Der Gymnasiast liegt leblos am Boden, durch seine Jacke sickert Blut. Einem Notarzt gelingt es zunächst, ihn wiederzubeleben. Wenig später erliegt er in einer Klinik seinen schweren Verletzungen. Immer mehr Polizei rückt an, befragt Jugendliche in der Umgebung. Freunde und Bekannte des Opfers strömen an den Tatort. Auch die Mutter von Cavit H. ist dort. „Warum mein Sohn?“, schreit sie und bricht zusammen. Wie der Streit genau eskalierte, versucht die Polizei derzeit im Detail zu klären. Die Rekonstruktion des Geschehens sei allerdings schwierig, da es sich um einen „gruppendynamischen Prozess” gehandelt habe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Inzwischen gehen die Ermittler davon aus, dass der 15-jährige Daniel F. die Tat begangen hat. Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen Totschlags. Ihm droht eine Unterbringung in einem geschlossen Jugendheim. Er beteuert seine Unschuld, habe sich nur gewehrt, weil auf ihn geschossen worden sei. Traurig wie sich unsere Jugend entwickelt hat. So kann es nicht mehr weitergehn und aus diesem Grund haben DoK, Cero & Sharyn ein Track produziert "Keine Vergebung mehr". Cavit R.I.P.

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